Crime Night im Bordell

Eine Krimi-Lesung am 30. Mai 2015 im Laufhaus Hase.

Judith Merchant: Die Lügen jener Nacht

Zehn Jahre hat Mimi Rosenow ihre Studienfreundinnen nicht gesehen, als sie plötzlich eine Hochzeitseinladung erhält. Ihr eigenes Leben liegt derzeit in Scherben: Ihr Freund Douglas hat sie verlassen, sie muss aus dem gemeinsamen Haus ausziehen und verliert noch dazu ihren Job. Nur deswegen macht sie sich auf nach Bonn. Dort findet sie schnell ihren Platz in dem scheinbar vertrauten alten Kreis. Echte Freundinnen zu haben – gibt es etwas Schöneres und Wichtigeres? Dass sie sich an viele der gemeinsamen Erlebnisse gar nicht erinnern kann, ignoriert sie. In der Nacht des Junggesellinnenabschieds brechen die betrunkenen Frauen ins Römerbad ein. Es wird geschwommen, gespielt und getrunken, bis ein Blackout Mimis Bewusstsein ausknipst. Dann geschieht am Hochzeitsmorgen ein furchtbarer Mord. Mimi muss sich fragen, was in jener Nacht tatsächlich geschehen ist – und ob ihre alten Freundinnen nicht in Wahrheit ihre schlimmsten Feindinnen sind ...

Judith Merchant

studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute an der Bonner Universität Creative Writing. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zweimal mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Mit „Nibelungenmord“ und „Loreley singt nicht mehr“ startete sehr erfolgreich ihre Krimireihe um Jan Seidel, die demnächst fortgesetzt wird. „Die Lügen jener Nacht“ ist Judith Merchants erster psychologischer Spannungsroman.

Martin Krist: Engelsgleich

In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth zusehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird. Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?

Martin Krist

ist das Pseudonym eines erfolgreichen Autors. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin.

www.martin-krist.de

Claudia Keikus-Wilms: Verschleppt, missbraucht, getötet. Eine Polizeireporterin berichtet

Polizeireporterin – ein Traumberuf? Für Claudia Keikus-Wilms startet ihre Karriere vielversprechend, als sie es beim BERLINER KURIER gleich mit dem Serienmörder-Fall der »Bestie von Beelitz« zu tun bekommt. Doch im Laufe ihrer fast 25 Dienstjahre gelingt es ihr immer weniger, Distanz zu den Fällen zu wahren. Zu präsent sind in ihrem Kopf die Bilder der Opfer und des Leids der Angehörigen.

In Verschleppt, missbraucht, getötet versammelt sie nun Kriminalfälle, die ihr besonders nahegingen: die mit Kindern und Jugendlichen als Missbrauchs- und Mordopfer. Subjektiv und emotional beleuchtet sie die Geschichten hinter den Fakten, schreibt über die Hoffnungen und Ängste der Angehörigen, die Verzwei"ung und das Leid – eine aufrüttelnde Lektüre, schließlich kann jeder Opfer von Verbrechen werden.

Claudia Keikus-Wilms

1962 in Bochum geboren, arbeitete zunächst im Steuerbereich und als Pressesprecherin bei einem Konzertveranstalter der Dortmunder Westfalenhalle. Nach der Wende wechselte sie zu Zeitungen in Dresden und Chemnitz und schließlich als Polizeireporterin zum BERLINER KURIER, für den sie auch den Blog Thriller, Tod & Teufel betreibt.