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Berliner Bordell wird zur Theaterbühne

Ein Berliner Freudenhaus erlangt Theaterruhm: Das Theaterhaus Hebbel am Ufer verlegt die Uraufführung von «Freudendienste» in ein Bordell am Humboldthain.
Einen eher ungewöhnlichen Schauplatz hat sich das Theater Hebbel am Ufer für die Uraufführung des Schauspiels «Freudendienste» am 14. Januar gewählt. Das Freudenhaus Hase in der Nähe des Berliner Humboldthains wurde von Regisseurin Annette Kuss als Kulisse für ihre dokumentarische Inszenierung ausgewählt.

Nachgestellte Interviews mit Prostituierten sollen Alltag, Geschichten, Arbeitsbedingungen, Sinnlichkeit, Verführung, Liberalisierung der teilte das Theater am Donnerstag mit. Im Anschluss an zwei Vorstellungen werde außerdem eine Diskussion mit den Bordellbetreiberinnen stattfinden.

Ziel der Inszenierung ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Prostitution. «Die SexarbeiterInnen müssen mit Diskriminierung und Verleugnung leben», heißt es in der Ankündigung. Wer in den Genuss der Theateraufführung im Freudenhaus Hase beim S-Bahnhof Humboldthain kommen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein. (nz)

05. Jan 2006 13:53